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12 neue Bierbrauer für die Schweiz

Am 3. Juli 2020 haben 12 junge Berufsleute aufgrund der erfolgreich bestandenen Lehrabschlussprüfung ihre Bierbrauer-Urkunden vom Schweizer Brauerei-Verband erhalten. Sie haben sich während der letzten drei Jahre erfolgreich zum Lebensmitteltechnologen EFZ Schwerpunkt Bier ausbilden lassen und somit das Brauhandwerk von Grund auf erlernt. Nicolo Paganini, Präsident des Schweizer Brauerei-Verbandes, zeigte sich erfreut und stolz über die 12 neuen Bierbrauer. Diese werden künftig in Brauereien verschiedenster Grösse ihr erlerntes Wissen mit Erfahrung anreichern und dafür sorgen, dass die jahrtausendealte Tradition und das Wissen des Bierbrauens professionell weiterleben.

Die 12 neuen Bierbrauer haben während der letzten drei Jahre die Ausbildung zum Lebensmittel-technologen mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) Schwerpunkt Bier erfolgreich absolviert und das Brauhandwerk erlernt. Diese berufliche Grundbildung findet an drei Lernorten statt: im Lehrbetrieb (Brauerei), in der Berufsfachschule am Strickhof Au in Wädenswil und an den überbetrieblichen Kursen mit den Themen Hopfenanbau/Hopfenprodukte, Malzherstellung und Versuchssud.

Die frisch gekürten Berufsleute durften am 3. Juli 2020 aufgrund ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung die Bierbrauer-Urkunde von Nicolo Paganini, Präsident des Schweizer Brauerei-Verbandes, entgegennehmen. „Neben dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis soll die Bierbrauer-Urkunde ihren festen Platz im Dossier des Bierbrauers finden“, so Nicolo Paganini.

Dass nur rund 10-15 Lernende pro Jahr die Ausbildung zum Lebensmitteltechnologen EFZ Schwerpunkt Bier antreten, liegt an der beschränkten Zahl der Ausbildungsplätze in der Schweiz. Auch wenn in unserem Land rund 1’160 Braustätten als biersteuerpflichtig gemeldet sind, verfügen die wenigsten Brauereien über professionelle Organisations- und Infrastrukturen, welche einer dreijährigen Berufslehre gemäss Bildungsverordnung und Bildungsplan gerecht werden. „Dennoch ist es klar das Ziel des Schweizer Brauerei-Verbandes, den Beruf des Bierbrauers bekannter zu machen und für den professionellen Wissenstransfer der jahrtausendealten Tradition des Bierbrauens zu sorgen“, umreisst Nicolo Paganini die Herausforderung, genügend Berufsleute ausbilden zu können.

Die neuen Bierbrauer und ihre Lehrbetriebe:
Nando Duran (Brauerei Calanda, Chur), Samuel-Riccardo Gmünder (Brauerei Falken AG, Schaffhausen), Gregor Haines (Brauerei Unser Bier AG, Basel), Raphael Herzog (RAMSEIER Suisse AG, Hochdorf), Noa Licini (Brauerei Baar AG, Baar), Jan Männl (Feldschlösschen Getränke AG, Rheinfelden), Florian Mumenthaler (Brauerei A. Egger AG, Worb), Stefan Schori (Doppelleu Boxer AG, Winterthur), Lukas Schranz (Brauerei Adler AG, Schwanden), Laurin Scognamiglio (Feldschlösschen Getränke AG, Rheinfelden), Mathias Wettstein (Brauerei Locher AG, Appenzell), Benjamin Zech (Brauerei Locher AG, Appenzell).


#HELPGASTRO – positive Bilanz dank viel Eigeninitiative

Die Initianten von #HELPGASTRO, der Corona-Nothilfe für die Gastrobranche, blicken auf eine erfolgreiche Kampagne zurück. Insgesamt wurden bis zum Ende der Aktion am 30. Juni nahezu 3’500 Gutscheine im Gesamtwert von 200’000 Franken verkauft. Rund 1’200 Betriebe konnten von der Initiative profitieren.

Die Allianz, bestehend aus grossen Partnern der Gastronomiebranche, blickt zufrieden auf die letzten Monate zurück: Die #HELPGASTRO-Initiative war ein Erfolg. «Wir wussten, dass wir die Krise damit nicht wegzaubern konnten», sagt Marcel Kreber, Direktor der Schweizer Brauerei-Verbands SBV. «Aber wir konnten zumindest eine gewisse Unterstützung leisten und den Gastrobetrieben bei der Deckung der laufenden Kosten unter die Arme greifen».

Rund 1’200 Betriebe nahmen die Gelegenheit wahr und meldeten sich auf der Online-Plattform helpgastro.ch an. Bis zum Ende der Initiative am 30. Juni konnten so nahezu 3’500 Gutscheine mit einem Gegenwert von 200’000 Franken verkauft werden. «Wir freuen uns, dass viele der teilnehmenden Betriebe Gutscheine verkaufen konnten», so Marcel Kreber. «Allerdings war sehr deutlich, dass diejenigen Gastronomen, die am meisten Eigeninitiative zeigten und selbst bei ihren Gästen für #HELPGASTRO warben, am meisten profitieren konnten».

Das Echo in der Branche war denn auch durchwegs positiv. Viele Betreiber zeigten sich von der Solidarität ihrer Gutscheine kaufenden Gäste überwältigt. Mit der schrittweisen Wiedereröffnung der Gastronomie am 11. Mai ist die Krise aufgrund der nach wie vor geltenden Auflagen zwar noch nicht ausgestanden. Zumindest einige Betriebe konnten aber auch dank #HELPGASTRO zunächst das Ärgste abwenden.

Die erste Branche, die von den COVID-19-Massnahmen mit voller Wucht getroffen wurde, war die Gastro-Branche. Bereits Mitte März hiess es: Türen schliessen! Der Lockdown von 16. März bis 11. Mai kostete viele Betriebe die Existenz. Weitaus mehr könnten es gewesen sein, hätte nicht die Initiative #HELPGASTRO zumindest über die gröbste Not hinweggeholfen: Auf der von gewichtigen Branchenpartnern kurzerhand auf die Beine gestellten Online-Plattform helpgastro.ch konnten Gäste Gutscheine ihres Lieblingslokals erwerben, um sie dann nach der Krise einzulösen. Zum einen erhielten die teilnehmenden Lokale sofortige Unterstützung, zum anderen wurden so Gästebesuche für die Zukunft generiert. Die Gutscheine bleiben bis zum 30. Juni 2021 gültig. Sämtliche Einnahmen kamen den betroffenen Betrieben zugute. Die Kosten wurden von den teilnehmenden Partnern getragen. Auch Prominente halfen freiwillig mit: Unter anderem engagierten sich Baschi, Trauffer oder Star-Köchin Meta Hiltebrand für die Initiative.

Einladungen zur Schweizer Meisterschaft 2020

Am 14. November 2020 findet in Bern die Schweizer Meisterschaft der Bier-Sommeliers statt. An diesem Wettkampf wird anhand eines harten Auswahlverfahrens die/der Schweizermeister/in der Bier-Sommeliers erkoren und beim anschliessenden Abendessen und Abendprogramm entsprechend gefeiert. Teilnehmen können alle Schweizer Bier-Sommeliers und Schweizer Diplom Bier-Sommeliers, welche über die schweizerische oder liechtensteinische Staatsbürgerschaft verfügen.

Mitmachen lohnt sich: Die Besten der Schweizer Meisterschaft können 2021 an der Weltmeisterschaft der Bier-Sommeliers in München teilnehmen. Sie bilden somit die Nationalmannschaft und werden die Schweiz hoffentlich erfolgreich an dieser WM vertreten.

Die Anmeldeunterlagen und weitere Informationen finden sich auf: www.sm.bier-sommelier.ch


Wertvolle Tier-Futtermittel aus Brauereien

In der Brauerei fallen rohstoff- und technologiebedingt Nebenprodukte an, welche als Futtermittel verwendet werden. Zur Hauptsache ist das Biertreber (Malztreber) und in kleinerem Ausmass Malz- und Getreideabrieb sowie Bierhefe.

Malztreber sind ein wertvolles Nebenprodukt der Brauerei, welches sich aus ökonomischer und ökologischer Sicht sinnvoll und kostengünstig, frisch oder feuchtkonserviert als Futtermittel verwerten lässt. Insbesondere im silierten Zustand, sind sie ein geeignetes eiweissreiches Ergänzungsfutter in energiereichen Futterrationen für Milch- und Mastrinder. Hervorzuheben sind der hohe Anteil an pansenbeständigem Eiweiss und eine positive Wirkung auf den Verdauungsprozess. In zahlreichen Versuchsmitteilungen werden Malztreber als milchtreibend beschrieben. Sie passen deshalb gut in maisanbauende Betriebe mit hoher tierischer Leistung und eignen sich für Mischrationen. Ihre Verwendung ermöglicht oft einen reduzierten und kostengünstigen Umgang mit Kraftfutter. In kleineren Mengen lassen sich Malztreber auch gut bei Schafen, Ziegen, Pferden und Schweinen einsetzen.

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