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Berufe / Ausbildung

„Bierbrauer/-in“

Die Brauerinnen und Brauer werden ab 2025 im neu gebildeten Berufsfeld „Lebensmitteltechnologie“ als Brau- und Getränketechnologinnen und -technologen während einer dreijährigen Lehre ausgebildet. Die Lernenden erhalten eine spezifische Ausbildung in der Getränkeproduktion mit dem Schwerpunkt Bier oder Getränke. Im Falle der angehenden Brauer/-innen ist der Schwerpunkt selbstredend „Bier“.

Mehr Informationen auf der Website „Legende werden“

Die Bildung in beruflicher Praxis findet in einer Brauerei statt. Die deutsch Sprechenden absolvieren ihre kompetenzorientierte und berufsbezogene Schulbildung im Kompetenzzentrum Wädenswil (ZH), die französisch Sprechenden in Grangeneuve (FR) und die italienisch Sprechenden in Lugano-Trevano (TI).

Voraussetzung für den Start der Lehre ist der Abschluss der obligatorischen Schulbildung. Weiter sollten Interessierte ein Gespür für Aromen haben und feine Geschmacksnuancen erkennen. Handwerk sollten ihnen im Blut liegen – ob mit oder ohne Maschinen. Allgemeines Interesse für Maschinen, Steuerungen und Hightech sowie für wissenschaftliche Fächer wie Chemie, Biologie und Mathematik sind weiter von Vorteil.

Der Schweizer Brauerei-Verband organisiert für die Lernenden verschiedene Kurse (überbetriebliche Kurse etc.) und Weiterbildungsanlässe. Diese spannenden Kurse öffnen den Horizont der angehenden Bierbrauer/innen und fördern den Austausch zwischen den Lernenden der verschiedenen Betriebe. Einige überbetriebliche Kurse werden zusammen mit dem Schwerpunkt Getränke durchgeführt, dem anderen wählbaren Schwerpunkt der Ausbildung als Brau- und Getränketechnologin/-technologe:

  • Einführung ins Bierbrauen
  • Einführung ins Mälzen
  • Malzherstellung und -analytik
  • Getränkeanalytik
  • Hopfenanbau, -produkte und -verarbeitung
  • Brauen im Kleinmassstab
  • Offenausschank
  • Filtration
  • Destillation
  • Extraktion

Im 1. Lehrjahr werden die Basics gelernt – Rohstoffe prüfen, Brauprozesse kennenlernen und erste Anlagen bedienen. Im 2. Lehrjahr tauchen die Lernenden tiefer ein: Gärung Überwachen, Rezepte Umsetzen und Qualität Prüfen gehören dann zu ihren Aufgaben. Im 3. Lehrjahr sollen die Lernenden eigenständig arbeiten und den Brauprozess von A bis Z meistern.

Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen Teil, bei welchem die Lernenden eigenständig in der Brauerei arbeiten und verschiedene praktische Produktionsaufgaben meistern. Im theoretischen Teil müssen sie die schulischen Prüfungen bestehen und im Fachgespräch die Prüfungsexperten überzeugen. In der Allgemeinbildung sollen sie ihre Skills in Wirtschaft, Gesellschaft und Kommunikation zeigen.

Die erfolgreichen Lehrabgänger/-innen werden zur Brau- und Getränketechnologin resp. zum Brau- und Getränketechnologen EFZ Schwerpunkt Bier gekürt und erhalten zudem eine Brauerurkunde vom Schweizer Brauerei-Verband.

Verzeichnis der Lehrbetriebe / Lehrstellen

Auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Lebensmitteltechnologen ist ein Verzeichnis der Lehrbetriebe verfügbar, welche alle Brauereien auflistet, die Lernende ausbilden: Lehrbetriebeverzeichnis

Auf der „Legende werden“ Website finden sich die aktuell offenen Lehrstellen: www.legende-werden.ch

Weitere Auskünfte zur Ausbildung erhalten Sie unter:
www.lebensmitteltechnologe.ch
Arbeitsgemeinschaft Lebensmitteltechnologen
Effingerstrasse 6A, Postfach, 3001 Bern
Telefon: 031 529 50 80

Verkürzte berufliche Grundbildung

Verkürzte Berufslehre

Erwachsene, die bereits über einen Ausbildungsabschluss oder berufsspezifische Vorkenntnisse verfügen, können eine verkürzte Berufslehre absolvieren, um ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) zu erlangen. In der Regel wird die Ausbildungsdauer um ein Jahr verkürzt. Die Interessierten treten somit direkt ins zweite Jahr ein. Mehr Infos auf www.berufsberatung.ch

Abschlussprüfung direkt ablegen

Erwachsene können ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder ein eidgenössisches Berufsattest (EBA) erlangen, indem sie die Abschlussprüfung ablegen. Voraussetzung ist eine mindestens fünfjährige Berufserfahrung, davon ein Teil im angestrebten Beruf. Für die Zulassung zur Abschlussprüfung wird kein Lehrvertrag benötigt. Ob die Kandidatinnen und Kandidaten zum Zeitpunkt der Zulassung berufstätig sein müssen, ist kantonal unterschiedlich geregelt. Einige Kantone verlangen einen Arbeitsvertrag im entsprechenden Berufsfeld, andere Kantone setzen keine aktuelle Anstellung voraus. Zur Vorbereitung auf die Prüfung wird eine Arbeits- oder Praktikumsstelle jedoch empfohlen. Mehr Infos auf www.berufsberatung.ch

„BM1: Lebensmitteltechnolog(e)/-in mit BM“

Bei der Ausbildung zum/zur Brau- und Getränketechnologen/-technologin ist es möglich die Berufsmaturitätsschule (BMS) Natur, Landschaft, Lebensmittel zu besuchen. Gleichzeitig zur oben beschriebenen 3-jährigen Grundausbildung wird die BMS absolviert, integriert in die 3-wöchigen Blockkurse des Berufskundeunterrichtes am Strickhof in Au-Wädenswil. Nach Abschluss der 3-jährigen Ausbildung Ende Juni als Brau- und Getränketechnologin/-technologe EFZ besuchen Interessierte direkt anschliessend weiter den BMS-Unterricht: im Vollzeitstudium, von Montag bis Freitag, am Strickhof in Lindau. Sie schliessen die N-BMS mit Erhalt des Berufsmaturitätszeugnisses Ende Dezember ab.

Sie möchten den Beruf Brau- und Getränketechnologin/-technologe EFZ erlernen und suchen zugleich eine schulische Herausforderung? Sie sind interessiert an vertieften naturwissenschaftlichen Fragestellungen?

Dann besuchen Sie die Seite des Strickhofs, wo Sie weitere Informationen zur BMS finden.

„Lebensmittelpraktiker/in EBA“
(2-jährige berufliche Grundbildung)

Was haben Zucker, Wasser, Äpfel, Hopfen, Kakaobohnen, Hefe und Knoblauchpulver miteinander gemeinsam? Es sind Rohstoffe für feine Speisen und Getränke. Aus solchen und vielen anderen Zutaten stellen Lebensmittelpraktiker und -praktikerinnen zum Beispiel Getränke (Fruchtsäfte, Erfrischungsgetränke, Bier), Backwaren, Glacé, Konfitüren und Kaffee her, die Sie im Laden einkaufen.

Viele Lebensmittel werden heute mit grossen automatischen Anlagen hergestellt, die mischen, zerkleinern, erhitzen oder konzentrieren und am Ende automatisch verpacken. Lebensmittelpraktikerinnen und -praktiker helfen mit, diese Anlagen zu bedienen, die Produktionsprozesse zu überwachen und die fertigen Produkte zu überprüfen. Sie achten dabei auf Hygiene und Sicherheit.

Haben Sie Freude an der Arbeit mit Lebensmitteln und technischen Anlagen? Dann ist die zweijährige berufliche Grundbildung «Lebensmittelpraktiker/in mit eidgenössischem Berufsattest EBA» vielleicht genau das Richtige für Sie.

Ausführliche Auskünfte erhalten Sie hier: Berufsbild Lebensmittelpraktiker EBA
oder ebenfalls bei der
Arbeitsgemeinschaft Lebensmitteltechnologen
Effingerstrasse 6A, Postfach, 3001 Bern
Telefon: 031 529 50 80